Gary Stütz

Gary Stütz

Gary Stütz Der Kommunikations-Fitmacher
Inhaber


Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren Bertold Brecht

Gerhard Stütz, mutmaßlich wesentlich bekannter als Gary Stütz, der Name Gary stammt aus der Zusammenarbeit mit den Indigenes (Indianern) Amerikas, hat mit einem derartigen „Titel“ nicht ansatzweise ein Problem. Er selbst bezeichnet sich als „Kommunikations-Fitmacher“, was erst einmal neugierig macht - und sicherlich auch so von ihm gewollt ist. Die Qualifikation als solcher, holte sich der Österreicher über zahlreiche Fernsehauftritte als Moderator aber auch als Profisprecher und Trainer. Gut 20 Jahre Präsenz auf der Bühne und dies stets mit Charme und Humor, wie ihm eine Vielzahl von renommierten Auftraggebern bescheinigen werden. Was ihn antreibt und was es mit seinem jüngsten „Baby“ mit Namen „stimmpuls“ auf sich hat, erzählt er in diesem kleinen Zwiegespräch. Ein äußerst angenehmer Gesprächspartner den die Macht der menschlichen Stimme fasziniert. Jemand, der auch die leisen Töne mag und beherrscht.

Herr Stütz, warum die Bühne, das Schweinwerferlicht und ein Mikrofon und nicht ein ganz „normales“ Leben als einer von vielen im Publikum? Zufall oder schon damals, vor 20 Jahren als junger Mann, ein Lebensziel von Ihnen?

Gary Stütz:

Mit 6 Jahren habe ich zum ersten Mal Schlagzeug gespielt. Eigentlich waren es nur Kochtöpfe. Aber ich denke das war schon der erste Schritt Richtung Bühne als Musiker. Und, ich wollte schon immer Musiker werden. Meine eigenen Songs schreiben und dem Publikum vorspielen. Habe dann viele Jahre als Schlagzeuger und Sänger in div. Coverbands gespielt, 2 CDs aufgenommen. Eine davon im Studio von Freddy Pfister von den Zillertal er Schürzenjägern. Hat mit der Profikarriere leider nicht geklappt. Dennoch ist meine Stimme mein wichtigstes Instrument. Eben als Trainer, Sprecher oder Moderator.

„Jeder Mensch ist wichtig!“ Dieser Satz von Ihnen fiel fast beiläufig. Ist das Ihr ganz persönliches Credo?

Gary Stütz:

Im Laufe meiner Bühnenzeit habe ich immer „wichtige“ Leute kennen gelernt. Die waren so wichtig, dass sie ihre mir gegebenen Versprechen nie eingehalten haben. Jeder Mensch ist wichtig. Nur soll man sich selber nicht zu wichtig nehmen. Und das ist ein Credo. Denn wenn ich auf der Bühne stehe, sehen mich zwar viele Menschen. Aber wenn ich wieder herunten bin, begegne ich diesen auf Augenhöhe.

Sie bekennen unumwunden Ihre Sympathien für Ihren Moderatoren-Kollegen Thomas Gottschalk. Welche Qualitäten schätzen Sie ihm genau? Und grundsätzlich: Was macht einen guten Moderator Ihrer Meinung nach aus?

Gary Stütz:

Ich finde ihn einfach als Moderator sehr spontan und ich denke auch er nimmt sich nicht allzu wichtig. Wenn ihm ein Fehler beim moderieren passiert, macht nix. Kann ja mal passieren. Wir sind alles nur Menschen. Und das macht ihn für mich symphytisch. Außerdem, das ist meine Meinung, ist auch er ein Bauchmensch. So spontan aus dem Bauch raus. Auch wenn’s mal in die Hose geht. Und ich mache das auch. Das ist ehrlich und authentisch.

Wenn es stimmt, dass rund 40% der Gesamtwirkung eines Menschen die Stimme ausmacht, dann legen aber viele von uns die verkehrten Schwerpunkte wenn es um Ihre Außenwirkung geht – oder nicht? Warum ist das so?

Gary Stütz:

Der erste Eindruck ist entscheidend, Es gibt keine zweite Chance auf den ersten Eindruck. Und das ist zum einen die Wirkung, der Auftritt, zum anderen nicht nur was ich sage, also der Inhalt, sondern auch „wie“ ich es sage. Tonalität, Sprechgeschwindigkeit- u. Rhythmus. Mit einer guten, klaren, sicheren Stimme erreicht dadurch ebenso die Aufmerksamkeit. Denn einer guten und symphytischen Stimme hört man gerne zu. Man vertraut ihr.

Was macht die Stimme so dominant und bedeutungsvoll? Hat diese Tatsache auch kritische Aspekte und wenn ja, welche Probleme können damit auch verbunden sein? Stichwort „Menschenfänger“

Gary Stütz:

Wie schon oben erwähnt. Einer guten symphytischen Stimme hören wir gerne zu. Man möchte mehr davon hören. Vor allem im Bereich der verbalen Kommunikation kommt die Stimme zu 100% zum Tragen. Beispiel Radiomoderationen, Call Center usw. Also überall wo die Körpersprache fehlt, wirkt man nur durch die Stimme. Ein Lächeln am Telefon kommt beim Gegenüber auch an.

Sie beschränken sich als Kommunikations-Fitmacher aber nicht nur auf die Stimme. Was steckt da noch genau drin, in Ihrem Gesamtpaket, welches Sie in Ihren Trainings anbieten?

Gary Stütz:

In meinen Trainings erfahren die Teilnehmer sehr viel über positives Wording, Körpersprache und deren Signale zu erkennen, Spontanität, also raus aus der Komfortzone und natürlich auch der Umgang mit Nervosität. Diese in positive Energie umgewandelt und schon sieht der Auftritt, die Präsentation anders aus. Weiteres. Weg von betreuten lesen. Also Schluss mit langweiligen PowerPoint Präsentationen. Mache dein eignes Ding. Begeistere die Zuhörer. Storytelling ist das Zauberwort.

Lüften wir das Geheimnis und kommen wir nun auf „stimmpuls“ zu sprechen. Was hat es damit auf sich?

Gary Stütz:

Stimmpuls nennt sich mein Podcast. Durch Tom Kaules, er ist der erfolgreichste Podcaster Deutschland, oder auch einer der Gründerväter könnte man sagen, bin ich um Podcaster geworden. Stimmpuls ist ein Kommunikations- Podcast. Für mich als alten Radiohasen ist es wie Radio. Nur ohne Musik. Viel Inputs, Interessantes und Interviews von erfolgreichen Personen aus Sport, Wirtschaft oder Gesellschaft. Ein Podcast, gut gemacht(!) ist eine sehr große Plattform um sich als Experte zu statuieren.

Wieso, weshalb, warum, Herr Stütz? Wer sich schon einmal etwas mit einer Podcast Produktion beschäftigt hat, kann zumindest ahnen, wie viel Arbeit damit verbunden ist. „Verkaufen“ Sie Ihre Beiträge?

Gary Stütz:

Noch habe ich keinen Einkäufer gefunden. Mein Podcast ist gratis, wird in der ganzen Welt gehört. Also von deutschsprachigen Menschen. Und darauf bin ich stolz. Ein Sponsor ist jedoch jederzeit sehr herzlich willkommen. Denn es ist viel Arbeit, einen guten Podcast zu produzieren. Und auch für einen Sponsor eine gute Plattform sich zu präsentieren.

Und?

Könnten Sie auch etwas mehr Sichtbarkeit vertragen?

Mit diesem Interview, benötigten Gary Stütz und ich kaum 14 Tage bis auf Seite 1 bei Google.

So geht´s

Bitte noch ein Tipp vom Profi: Wie kann es gelingen, dass man auch als Ungeübter und Gelegenheitsredner seine Zuschauer und Zuhörer eben nicht langweilt, sondern fast schon so entspannt spricht wie Obama?

Gary Stütz:

Vorbereitung ist die halbe Miete. Immer wieder höre ich, „also mit dem vorbereiten habe ich es nicht so.“ Dann kanns auch nichts werden. Es ist wie beim Paragleiten. Nur wer gut vorbereitet ist, wird sicher starten. (Ich fliege seit 14 Jahren). Also gut vorbereiten, dann bevor es losgeht, das kann auch ein wichtiges Kundengespräch sein, sich 10 min. in einen ruhigen Raum zurückziehen. Den Einstieg nochmals durchgehen, sich aufwärmen, beispielsweise mit Lippenflattern wie ein Pferd, Seufzen (hilft gegen Nervosität) und ruhig atmen.

Das mache ich vor meinen Moderationen, Prätentionen auch. Daher ist es 100% wirkungsvoll und authentisch. Von der Praxis für die Praxis.

Abschließend noch ein Blick nach vorn. Werden Sie Ihren Podcast weiter fortführen? Welchen Herausforderungen werden Sie sich als nächstes widmen? Was möchten Sie ändern und wie sehen Ihre Pläne für die nächste Zeit aus?

Gary Stütz:

Meiner Meinung nach soll man einen Podcast, wenn man ihn erst einmal begonnen hat, auch weiterführen. Denn es ist wie eine Radiosendung. Die hört auch nicht einfach nach 100 Folgen auf. Das finde ich auch den Hörern, Fans gegenüber nicht wertschätzend.

Mein weiterer Plan ist mit einem Business Kabarettisten mein Trainingsprogramm auf die Bühne zu bringen. Der Präsentations- Crashkurs. Tipps, Tricks und Augenzwinkern. Daran arbeiten wir derzeit.

Und ich hoffe natürlich, als Trainer weiterhin viele Buchungen zu erhalten.

Des Weiteren bedanke ich mich ganz herzlich für diese Interview mit den tollen Fragen.

Gary Stütz; Trainer, Sprecher, Moderator. Seine Wurzeln sind Bühne, Sprache, Rundfunk und TV. Ein echter Salzburger der positiv durchs Leben geht. Nach dem Motto. „Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren.“